
Frankfurter GLT - 1. Mai 08
Viele haben ihr erstes Treffen schon hinter sich und haben dort schon einige Freunde gefunden. Andere wiederum waren noch nie auf einem Treffen, sind nervös und fragen sich, was sie da erwarten könnte - obwohl meiner Meinung nach gar kein Grund zum “Nervös-sein” besteht. Klar, leichter gesagt als getan… aber was macht man überhaupt auf einem Treffen? (・_・、)
….was macht man da eigentlich?
Das ganze läuft meistens auf eine von zwei Arten ab: Entweder man trifft sich zum Picknicken oder geht in ein Cafe ODER man geht in ein Museum, eine Ausstellung oder oder oder… meistens trifft man sich dann an einem gut erreichbaren Ort (Bahnhöfe sind da immer ganz praktisch, weil auch Ortsfremde da definitiv immer hinfinden) und reist dann zusammen von dort aus weiter. Bei einem Museumsbesuch geht man dann - wer hätts erwartet - meistens gleich ins Museum und anschließend vielleicht noch zum Tratschen ins Cafe oder ähnliches und bei einem Picknick geht man dann zusammen in den Park oder woauchimmer das Picknick stattfindet… währenddessen, davor oder danach werden meist auch noch Fotos gemacht.
….aber ich hab gar kein passendes Outfit… (ノд<。)゜。
macht beim ersten mal eigentlich meistens gar nichts. Ich weiß, dass in vielen Beschreibungen zu nem Meetup erstmal dick und fett der Dresscode erwähnt wird, der unbedingt eingehalten werden muss, allerdings ist es dann doch in den meisten Fällen auch so, dass die Organisation definitiv ein Auge zudrückt, wenn man sie anschreibt, und ihnen schildert, dass man noch ein Neuling in der Mode ist und sich das erst gern einmal ansehen wollen würde.
Einige Leute sehen sich das ganze gern erstmal “in Zivil” an, es gibt sogar viele, die die Treffen auch gerne in Zivil begleiten, einfach weil sie mit vielen Leuten dort mittlerweile Freundschaft geschlossen haben, oder, oder, oder… Auch bringen viele ihren Partner mit, der meistens auch “nur” in Zivil erscheint und auch die Fotografen sind nie wirklich aufgerüscht (auch wenn sie manchmal lustige Accessoires aufgedrückt bekommen - genau wie die Partner übrigens.) - sprich, wenn man nicht gerade aufgerüscht auftaucht, ist man eigentlich so gut wie immer auch nicht allein damit.
…ich bin mir aber überhaupt nicht sicher, ob das, was ich trage überhaupt PASST.
Kommt auch gernmal vor - auch hier kann ich wieder den Tipp geben, einfach mal die Orga um ne kurze Meinung zu bitten oder sich einfach in diversen Communitys (wie dem Gothic Lolita Zirkel auf Animexx oder dunkelsuess.de) noch weitere Meinungen einzuholen. Meistens existieren in den Communitys Threads in denen man sich Verbesserungsvorschläge für sein Outfit einholen kann - und warum sollte man die Chance nicht nutzen?
…ich kenn keinen (・_・、) !
Kannte ich damals auch nicht. Und das ging auch vielen anderen so. Nur selten kennt man wirklich alle, die zu einem Treffen kommen, also keine Panik. Ansonsten kann man auch bevor man auf ein Treffen geht einfach mal gucken, welche Leute sonst so kommen (ich sprech jetzt hier einfach mal die Eventeintragungen beim Event-Kalender auf animexx an…) und vielleicht den ein- oder anderen schonmal online anschreiben. Dagegen wird sicher auch keiner etwas haben.
Also dann, viel Spaß bei eurem ersten Meetup! ヾ(。◕‿◕。)ノ
~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~
Nützliche Links:
dunkelsuess.de - dt. Lolita-Fashion Community
Gothic Lolita Zirkel auf animexx.de
Zwar hat Miaka-Li das ganze eher als Cosplay-Tutorial gezeigt, aber da bei der Lolita-Mode auch ohne Ende gerüscht wird und viele häufig daran verzweifeln (…verständlicherweise (´~`;)), hab ich sie gefragt, ob ich das Tutorial auch hier verlinken darf und tadaa~ (´^ω^`)つ
Ich finds echt toll erklärt! In dem Fall: Viel Spaß beim Rüschen rüschen. ヾ(。◕‿◕。)ノ

Sphynx in ihrem Kuro Outfit
Kuroi - oder ins deutsche übersetzt - “schwarz” ist genau das, was der Name schon sagt. Ein komplett schwarzes Outfit. Wichtig bei dem Stil ist es, dass man wirklich jedes Kleidungsstück schwarz hält - auch die Schuhe. Allerdings ist es jetzt nicht unbedingt notwendig, sich eine schwarze Perücke zuzulegen oder die Haare schwarz zu färben - so weit muss man dann doch nicht gehen.
Interessant bei Kuro Lolita ist aber, dass das schwarze nicht unbedingt Gothic-mäßig aussehen muss. Es kann auch ein sehr süßes Kuro Lolita Outfit sein, oder ein punkiges, oder oder oder…
Gerade Kuro Lolita ist ein Stil, der sich sehr gut für Anfänger eignet, da man schwarze Kleidung eigentlich immer sehr schnell und ohne Probleme finden kann - auch gibt es hier bei der Schuhfarbe meistens die geringsten Probleme. (´~`;)
~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~
Shiroi - auf Deutsch übersetzt “weiß” - ist da das komplette Gegenteil davon. Statt komplett schwarzen Outfits werden hier komplett weiße Outfits angezogen. Gerade bei dem Stil sollte man darauf achten, dass auch die Schuhe weiß sind. Häufig hat man nämlich keine weißen Schuhe zur Hand und zieht dann andersfarbige an, was dann das komplette Outfit stört. Allerdings sind z.b. weiße Rocking Horse Schuhe (die mit der Holzsohle) vollkommen okay - auch wenn die Holzsohle nicht schneeweiß ist, so stört sie das komplettoutfit trotzdem nie.
Auch kann man Shiro Lolita sowohl im Gothic Stil, als auch im Sweet Stil oder wie mans auch immer tragen will, tragen.
~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~
Direkt Marken für Kuro und Shiro Lolita gibt es nicht - im Prinzip kann man bei jeder Marke etwas in dem Stil finden.

Gothic Lolita? Nein, Cosplay! Asuka aus Neon Genesis Evangelion
Oder auch: es ist doch nicht so ein großer Unterschied, wie man ihn meistens gerne hätte. Zumindest von Seiten des Cosplay aus.
Erstmal - bevor ich hier böse Briefe bekomm - klare Ansage: Mode ist Mode und kein Cosplay - also Kostüm - und wird es auch nie sein. Allerdings gibt es auch viele Cosplays, die aussehen wie normale Straßenbekleidung (Stichwort Jeans und T-Shirt) oder Gothic-Kleidung, Punk-Kleidung, Gal-Kleidung oder, oder, oder…
Was ist Cosplay überhaupt? Cosplay setzt sich aus zwei Worten zusammen: Costume und Play. Eigentlich war die frühere Definition die, dass man sich einen Tag als seinen Lieblingscharakter verkleidet (Costume) und sich auch so verhält (Play). Aber um ehrlich zu sein gibt es auf Anime-Conventions hierzulande zwar viele Leute im “Cos“, die aber kein bisschen “play” machen. Für Außenstehende gibts also keinen Grund Panik zu schieben, dass man wirklich einmal einer Person im Pokemon-Outfit begegnet, der mit Orangen nach einem wirft und “Pikachu greif an” ruft. Kleiner Scherz am Rande. (´~`;)
Früher (…ich red jetzt mal von 2000 und abwärts - ugh, jetzt fühl ich mich wieder alt.) wurden Cosplays meistens nur auf Conventions getragen, heutzutage aber gibt es eigentlich jedes Wochenende Deutschlandweit mehrere Cosplay-Treffen. Und auch die Grenzen von dem, was “Cosplay” eigentlich ist, wurden immer verschwommener. Wo man früher eigentlich nur Anime- und Mangacharaktere “gecosplayt” hat, fing man an, Fanarts zu cosplayen, Charaktere aus Büchern und irgendwann kamen dann Leute auf die Idee, Gothics zu cosplayen - was meiner Meinung nach nichts mit Cosplay zu tun hat, einfach weil es - natürlich neben einer Lebenseinstellung - auch ein Kleidungsstil ist und kein Kostüm. (‐ω‐)
Und leidergottes erging es dem Lolita-Kleidungsstil genauso; insbesondere vermutlich durch die Verbindung mit Japan und dem doch durchaus auffälligen, knalligen Stil.

h.Naoto und Baby the Stars Shine Bright in der COSmode
Allerdings (ja, hier kommt jetzt das große aber!) kann ichs auch irgendwo nachvollziehen, wenn Cosplayer zunächst davon ausgehen, dass die Lolita-Mode eine Art von Cosplay ist. Zunächst kann man in diversesten Anime und Manga viele Charaktere finden, deren Kleidungsstil durchaus von dem Lolita-Kleidungsstil inspiriert ist, aber auch Baby the Stars Shine Bright schaltet regelmäßig Werbung in Cosplay-Zeitschriften wie der COSmode. In der Ausgabe 003 findet man sogar eine Fotoreihe von Baby the Stars Shine Bright. Auch kann man häufiger Werbung für h.Naoto in Cosplay-Zeitschriften finden. Klar ist hier, dass das auch zum “Image”, dass die Lolita-Mode in der Cosplay-Szene beiträgt. Und dass viele Cosplayer sich denken, dass das, was in einer Cosplay Zeitschrift abgebildet ist auch irgendwo Cosplay sein muss, ist dann auch nachvollziehbar…
Nichtsdesdotrotz hat das ganze aber auch seine guten Seiten. Cosplay spricht heutzutage noch viel mehr Leute an als die Lolita-Mode. Und durch das cosplayen lernen viele auch erst die Lolita-Mode kennen - wenn auch erst als “Cosplay”. Allerdings kenn ich einige, die die Lolita-Mode eigentlich über Cosplay entdeckt und kennengelernt haben. Und selbst wenn sie bei der Mode nicht hängengeblieben sind, finden die meisten dann doch sehr schnell heraus, dass es sich dabei nicht um eine Cosplay-Richtung sondern um eine eigenständige Mode handelt. \(›◕‿◕‹)/
Fazit: Es ist vielleicht nicht immer toll, aber nachzuvollziehen, warum viele Menschen denken, dass die Lolita-Mode Cosplay sein könnte. Und wenn sich jemand dann dafür interessiert, findet er den Unterschied auch schnell genug heraus!
~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~
Quellen und nützliche Links:
mycostumes.de - Händler für Cosplays und -Magazine
yulusion.de - Yunas Cosplay-Blog
h.naoto - Punk, Gothic, Gothic Lolita Marke
Babytssb - Lolita-Fashion
Da bin ich wieder und ich muss sagen: Köln ist toll. (✪ฺܫ✪ฺ) Nachdem ich gelernt hab, dass man auf den “komischen roten Streifen aufm Fußgängerweg” (Auch Fahrradweg genannt) fast radikalst überfahren wird, wenn man als Fußgänger drauf spaziert und ich mich vom ersten Schock über die Freundlichkeit der ganzen Menschen dort erholt hab kann und muss ichs nochmal sagen: Köln ist toll.
Shoppingtechnisch war ich absolut überwältigt vom Angebot. Man kann sich echt stundenlang in der Altstadt aufhalten und Shoppen gehen und findet definitiv was. Natürlich hab ich auch ein wenig gezielt nach Klamotten mit Rüschchen, Schleifen und Co. gesucht und kann sogar hier sagen, dass man einiges finden kann. Persönlich verliebt hab ich mich ja in einen SecondHand-Laden namens “Vintage & Rags” - mittlerweile ärger ich mich auch richtig darüber, dass ich nicht so viel Geld mitgenommen hab, denn ich hätt den Laden teilweise echt leerkaufen können. (´~`;)
Neben der Tatsache, dass man in Köln schnell Lolita-Inspirierte Kleidung finden kann, fand ichs auch schön, dass man in “voller Montur” aus dem Haus gehen kann und keine fiesen Kommentare abbekommt - ganz im Gegenteil. Und die wirklich wenigen Blicke verwirrter Teenies kann man auch gut ignorieren. (´~`;)
~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~
Vintage & Rags: Homepage

Weste von Alice and the Pirates
Es ist irgendwo fast schon erschreckend, wie viele paralellen man zwischen Steampunk-Kleidung und Lolita-Kleidung finden kann… wartemal, Steampunk? (’ω`*)b
Steampunk fand seine Anfänge in der Literatur. (Stichwort “In 80 Tagen um die Welt“. Aber auch der Film “The League of extraordinary Gentlemen” oder “天空の城ラピュタ - Laputa: Castle in the Sky” sind sehr aussagekräftig!). In den letzten Jahren aber gab es einen regelrechten Boom um Steampunk. Communitys wurden gegründet, Bands, die “Steampunk”-Musik machen, kamen hervor (zb. Abney Park) und jeder fängt irgendwie an, in seiner eigenen Werkstatt herumzuwerkeln. Fazit: die Steampunk-Community so wie ich sie erlebt hab, ist eine richtig große DIY-Community. (✪ฺܫ✪ฺ)

Ophelia_Immortal in ihrem Steampunk-Lolita-Outfit
Die Welt des Steampunks ist also eine Welt, die sich vom Viktorianischen inspiriert, allerdings teilweise Technologien von der heutigen Zeit hat, die wiederum (was auch das “Steam” in Steampunk erklärt) nicht mit Elektrizität sondern mit Dampf betrieben werden.
Da es sich - genauso wie Lolita übrigens - größtenteils von der viktorianischen Zeit inspirieren lässt, kann man es auch unter “Neo-Viktorianischen” Sachen laufen lassen. Und genau das ist eigentlich auch der große Schnittpunkt von Lolita und Steampunk - nämlich der Ursprung bzw. das viktorianische.

Outfit von Innocent World
Damit wurde auch eine neue Lolita-Moden-Kategorie geboren: Steampunk Lolita. Interessanterweise kann man gerade für diesen Modestil besonders bei Classic Lolita-Marken wie Victorian Maiden, aber auch bei Pirate Lolita-Marken wie Alice and the Pirates einiges finden. Zugegeben, ein bisschen mehr Kreativität gehört auch dazu, da viele Kleinteilchen selbst gebastelt oder gebaut werden (müssen?). (´~`;)
Vom Schwierigkeitsgrad würde ich Steampunk Lolita ungefähr so schwierig einstufen, wie es Punk Lolita ist. Das Problem bei Steampunk Lolita liegt darin, dass man zwei zwar ähnliche, aber doch wiederum stark unterschiedliche Stile miteinander vereinen muss, ohne dabei den Fokus zu sehr auf den einen Stil zu legen und den anderen zu vernachlässigen. Denn dann kann es wieder vorkommen, dass man (bei einer Kombination von Classic und

Rock von Alice and the Pirates
Steampunk z.B….) nur noch Classic Lolita oder nur noch ein Steampunk-Outfit hat. Auch sind die Unterschiede zwischen Steampunk, Steampunk Lolita und Cosplay häufig sehr gering. Viele Outfits sehen schnell nicht mehr wirklich alltagstauglich aus, weswegen man auch hier vorsichtig sein muss, dass ein eigentlich gewolltes Steampunk Lolita Outfit nicht auf einmal wie ein Cosplayoutfit aussieht. (・_・、)
Farblich läuft Steampunk eigentlich Hand in Hand mit Classic Lolita. Brauntöne, Schwarz, Weiß, Antikweiß, aber auch gesetztere Rottöne, abgedunkelte Blautöne, Kupfer, Gold, Silber, …
Was ich übrigens faszinierend an “Steampunk Lolita” find, ist dass das vermutlich der erste Stil ist, der aus “dem Westen” kommt und in Japan gar nicht so bekannt ist. \(›◕‿◕‹)/
~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~ ♥ ~

Outfit von Metamorphose Temps de Fille
Quellen und nützliche Links:
ergi.se - Schwedisches Steampunk und Lolita-Label
Victorian Maiden - Japanisches Classic Lolita-Label
Alice and the Pirates - Sub-Label von Baby the Stars Shine Bright.
Innocent World - Japanisches Classic Lolita-Label
Steampunklolita-Community auf Livejournal
clockworker.de - dt. Steampunk-Community
Steampunk-Fashion - Community auf Livejournal
Abney Park - Steampunk-Band




RSS-Feed