Es ist erschreckend, nicht? Da ist es eigentlich doch noch mitten im Sommer und auf einmal bekommt man morgens während man das Haus verlässt einen Schrecken – der Sommer ist weg und es sind gefühlte 10°C weniger als noch am Vortag.

Die Bäume verlieren ihre Blätter und die ganzen Parks werden in ein rot-gelbes, herbstliches Farbspektrum getaucht. Die Tage werden langsam kürzer und sind vor allem eines: nicht mehr so heiß.
Gerade wenn man mit seinen Lolita-Klamotten im Sommer unterwegs war, ist man doch hin- und wieder verzweifelt. Egal, wie wenig man angezogen hat, es war irgendwo doch immer noch nen Tick zu heiß. Der Sonnenschirm gab zwar ein wenig Schatten, ist aber häufig auch nicht die idealste Lösung. Und genau deswegen ist der Herbst so toll…
Man wird im Herbst von Außenstehenden nicht mehr für verrückt erklärt, wenn man Kniestrümpfe trägt, wenn man 3 oder mehr Lagen übereinander anhat oder wenn man auf die Bluse unterm Jumperskirt nicht verzichten möchte. Noch dazu ist der Herbst ideal dafür, seine Cardigans und Jäckchen auszuführen oder einen leichten Schal oder ein Mini-Cape zu seinem Outfit zuzufügen.
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Außerdem kann man wieder seine Herbstoutfits herauskramen. Gerade Outfits, die im Sommer echt unerträglich waren, weil sie aus einem zu dicken Stoff oder ähnlichem gemacht wurden, werden jetzt wieder toll. Die Farben werden allgemein wieder etwas gedeckter und ruhiger. Es ist ohnehin wie jedes Jahr, dass die knalligen Farben vom Sommer weichen und die Outfits etwas gesetzter werden. Sehr schick sind im Herbst und Winter zur Zeit Classic Outfits, aber auch Gothic Lolita erlebt jeden Winter wieder ein kleines Comeback. Blättert man die aktuelle Gothic & Lolita Bible (34) durch, merkt man auch schnell, dass der Fokus mittlerweile mehr auf Classic gelegt wurde – im Verhältnis gesehen zumindest.
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Als kleine (Einkaufs)Tipps um das Herbstoutfit noch zu komplettieren kann ich folgendes empfehlen:
Wer noch ein Barett sucht, sollte einfach mal in den normalen Bekleidungsläden nachgucken. Dort findet man langsam aber sicher wieder Baretts in allen möglichen Farben. Und wem das noch zu wenig oder zu unspektakulär ist, kann sich auch noch ein wenig Stoff – vielleicht auch Filz – kaufen, und sein Barett damit verzieren. Einfach etwas süßes ausschneiden und draufnähen – geht wirklich einfach und man hat Ruckzuck sein Barett individualisiert und verniedlicht!
Auch findet man momentan viele niedliche Handschuhe mit Schleifchen und anderem “niedlichem” dran, die sich auch perfekt für den Modestil eignen. Einfach ein wenig herumgucken – meistens kann man hier supertolle Schnäppchen machen! Auch Fäustlinge kann man immer wieder finden. Gerade diese eignen sich auch sehr gut zum verzieren.
Einen Blick wert sind auch Cardigans – zur Zeit bekommt man diese für einen akzeptablen Preis in vielen Farben. Und auch hier gilt: wem ein einfarbiger Cardigan zu Simpel ist, kann diesen gern noch verzieren. Falls man aber Spitze an einen Cardigan annähen will, sollte man dabei aber bedenken, dass die meisten Cardigans dehnbar sind. Ist die Spitze das nicht, wird auch der Cardigan an dieser Stelle nicht mehr dehnbar. Gerade an Stellen wie den Ärmeln sollte man hier gut acht geben – nicht, dass man am Ende den Cardigan nicht mehr anziehen kann.
Und wer auch gerne hin- und wieder näht und seinen Herbst- oder Wintermantel noch nicht hat, der kann sich die Anleitung von Quini auf Dunkelsuess mal angucken und sich vielleicht so einen eigenen Mantel schneidern.
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Wer schöne Fotos haben will, sollte im Herbst definitiv mit ein paar Freunden in den Park gehen. Denn gerade da ist mittlerweile alles durch das gefallene Laub bunt und farbenfroh. Allerdings ist es bei Meetups momentan sicher nicht mehr so toll, ein Picknick zu machen, da es dafür vermutlich schon zu kühl ist – ein Cafebesuch allerdings ist hier wunderbar.
Die erste GosuRori (
ゴスロリ) erschien im Januar 2004 und wird bis heute vom Verlag “Boutique Sha” (ブティック社) herausgebracht. Bevor die erste GosuRori erschien gab es allerdings schon ein Schnittmuster-Mook von diesem Verlag mit dem Namen “Homemade Gothic and Lolita”, welches am 20. August 2003 erschien. Zur Zeit gibt es die Homemade Gothic and Lolita, von der es nur eine Ausgabe gibt und 13 Ausgaben der GosuRori. Um sich einen Überblick über die Schnittmuster zu erhalten, empfehl ich bei AvantGauche vorbeizusehen, die die Bilder aus den Magazinen gescannt hat (nicht die Schnittmuster!)
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Jedes Heft beinhaltet eine große Auswahl an Schnittmustern für Röcke, Jumperskirts, Kleider, Blusen aber auch Jacken, Bloomers und andere Accessoires. Generell kann gesagt werden, dass man mit 1 – 2 Ausgaben der Mooks schon eine gute Sammlung an Schnittmustern für alles mögliche zusammenhat. Und genau hier beginnt auch das Problem: Die Schnittmuster an und für sich. Denn wer sich die Tabelle zum Abmessen mal angeschaut hat, wird schnell festgestellt haben, dass die Größen (S, M, L, LL), die dort angegeben sind, keineswegs immer auf die Größen, die wir hier gewohnt sind, passen.

Von Links nach Rechts haben wir dann folgende Angaben:
バスト – Brust
ワイスト – Taille
ヒップ – Hüfte
背丈 – Rückenlänge. Das wird von Nacken bis zur Taille gemessen
腰丈 – von der Taille zur Hüfte
股上 – auf einem Stuhl sitzend misst man hier von der Taille bis zum Stuhl.
股下 – Beininnenlänge
袖丈 – Armlänge
手首回り – Armgelenkumfang
身長 – Körpergröße
(Ohne 100%ige Gewähr)
Praktisch ist an der ganzen Sache, dass die Angaben in Zentimeter sind; man erspart sich so also anders als bei amerikanischen Schnittmustern die ganze Umrechnerei. Sprich: man misst sich ab und guckt dann in der Tabelle, bei welcher Größe man sich befindet. Auffällig ist aber schnell, dass – zum einen – die Schnittmuster nur bis zu einer maximalen Körpergröße von 164 gehen, zum anderen wird man spätestens beim Abmessen und Vergleichen bemerken, dass man teilweise zwischen den Größen schwankt – wenn nicht sogar teilweise zwischen Größen, die etwas weiter auseinander liegen – S und L zum Beispiel.
Wenn man aber weiß, dass man zum Beispiel bei der Hüfte ein L braucht, bei der Taille aber ein S – M reichen würde, dann kann man sich die Schnittmuster ein wenig anpassen. Wenn man größer als 164 ist, kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen, den Rockteil zu verlängern, denn meistens ist es dieser, der dann zu kurz ausfällt (Selbstverständlich ohne Gewähr). Generell ist es aber sehr empfehlenswert zuerst ein Probestück anzufertigen, denn dann weiß man meistens genau, wo etwas zu viel oder zu wenig, zu kurz, zu lang oder, oder, oder… ist.
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Nützliche Links:
AvantGauche – GosuRori Scans
Lolita-Nähzirkel auf Animexx
Auflistung der Stile in den GosuRoris in der loligoth Database (Englisch)
Betty-chans “Understanding the Patterns in GosuRori” (Englisch)

voll, voller, Stoffmarkt eine Stunde nach offizieller Eröffnung... uaa~
Bei denjenigen, die ihre Lolita-Klamotten häufig selbst nähen ist der “Stoffmarkt Holland” schon ein fester Termin im Kalender, der unbedingt eingehalten wird.
Der Stoffmarkt “tourt” seit 2004 zweimal im Jahr durch Deutschland – einmal im Frühjahr, einmal im Herbst – und ist eine sehr gute Möglichkeit billig an aktuelle Stoffe zu kommen. Auf den Stoffmärkten kann man neben Stoffen übrigens auch perfekt Spitze, Fäden en mass und andere Kurzwaren kaufen. Gerade bei den Spitzenborten bietet der Stoffmarkt immer eine riesige Auswahl. Wann der Stoffmarkt immer in der nähe von einem ist, kann man praktisch immer auf deren Homepage ablesen.
Allgemein kann ich aber empfehlen zeitig zum Stoffmarkt zu fahren. Meistens ist der Stoffmarkt ~1 Stune nach Eröffnung rappelvoll, sodass man sich teilweise richtig zu den Ständen “durchkämpfen” muss.
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Und was hat das mit der Lolita-Mode zu tun?
Wenn man dann über den Stoffmarkt schlendert, sieht man auch schnell bekannte Gesichter. Wie oben schon gesagt kann man auf Stoffmärkten wirklich viele selbstnähende Lolitas antreffen und spätestens nach dem zweiten oder dritten Mal kennt man sich dann auch schon.
Allgemein sind die Besucher vom Stoffmarkt auch ziemlich aufgeschlossen, was unseren Modestil angeht. Aus eigener Erfahrung kann ich feststellen, dass blöde Kommentare wirklich selten bis gar nie vorkommen, man dafür aber Komplimente – besonders wenn man etwas selbstgenähtes trägt – häufiger mal zu hören bekommt!
Fazit: für selbernähende Lolitas ist der Stoffmarkt wirklich ein Pflichttermin. Gerade Stoffe für Sweet Lolita konnte man die letzten Male ohne Ende finden und dort auch richtige Schnäppchen machen!
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Quellen und nützliche Links:
Stoffmarkt Holland
Lolita-Näh-Zirkel







