Happy Halloween!

Da heute Halloween ist, dachte ich, ich stell euch noch einen Lolita-Kleidungsstil vor, den man gerade heute auch anziehen kann, wenn man sonst kein Kostüm mehr gefunden hat - Guro Lolita.

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Aus: Gothic & Lolita Bible Band 7, Street Snaps

Aus: Gothic & Lolita Bible Band 7, Street Snaps

Das Wort “Guro” ist eine Abkürzung von “Grotesk” bzw. “Grotesque”.  Der Stil ist auch bekannt unter den Namen “Gore Lolita” oder “Injured Lolita”. Obwohl dieser Stil eigentlich schon ziemlich alt ist, wird er nur sehr selten umgesetzt, was vor allem daran liegen kann, dass dieser Stil ziemlich schnell wie ein Kostüm und nicht mehr wie ein Modestil aussieht.

Das Interessante aber an diesem Stil ist, dass man ihn sowohl übertrieben und wie ein Kostüm, als auch ein wenig abgeschwächter und somit alltagstauglicher (wenn auch immer noch ziemlich “kostümig”) tragen kann.

So kann man z.b. für einen abgeschwächteren Stil Gothic Lolita, Kuro Lolita oder wonach einem auch immer der Sinn steht mit Elementen von Guro Lolita Kombinieren. Augenbinden oder aber auch Bandagen zum Beispiel.

Für den kostümigeren Look kann man hingegen weiter gehen. Hier wird häufig ein Shiro Lolita Outfit genommen und mit Kunstblut verziert. Doch auch die Augenbinden und die Bandagen dürfen hier nicht fehlen. Gerade beim Kunstblut allerdings muss man acht geben, da es sein kann, dass man die Rückstände von diesem nicht mehr komplett aus dem weißen Outfit herausbekommen kann. Deswegen empfehle ich hier nicht unbedingt das allerliebste weiße Kleid bzw. Outfit für einen Guro Lolita Look zu nehmen.

Häufig werden hier dann Kleider genommen, die ohnehin nicht allzu viel gekostet haben, sodass der finanzielle Schaden - sollten die Flecken vom Kunstblut wirklich nicht mehr herausgehen - nicht allzu groß ist. Bei Bodyline zum Beispiel kann man für verhältnismäßig wenig Geld ein weißes Kleid finden.

Augenbinden zu finden kann sich unter Umständen auch als ein wenig schwierig herausstellen. Allerdings sind Augenbinden ziemlich leicht und schnell selbstgemacht, weswegen ich prinzipiell empfehlen würde, so eins einfach selbst zu basteln.

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Wem Guro Lolita nicht so zugesagt hat, aber trotzdem nicht auf ein Halloween-Outfit verzichten will, kann sich ja hiervon inspirieren lassen:

Rotkäppchen - ein Outfit mit einem roten Cape kombinieren. Dazu noch einen süßen Strohkorb, den man mit Süßigkeiten oder aber auch gruseligen Halloween-Sachen füllen kann.

Der böse Wolf - Diese ganz weichen, warmen Hausschuhe, die aussehen wie Wolfsfüße kombiniert mit einem Lolitaoutfit. Dazu die Haare auftoupieren und das Outfit noch mit Kunstpelz kombinieren.

Alice im Wunderland - Ein blaues Kleid in Kombination mit weißer Schürze, schwarz-weiß geringelten Strümpfen und einer niedlichen Schleife in den Haaren.

Vampir - Gothic Lolita in Kombination mit Vampirzähnen und anderen kleinen vampirischen Accessoires. Weißes Make-up nicht vergessen!

Zombie - Noch mehr weißes Makeup, wobei das Augenmakeup dabei kränklich aussehen darf. Das Outfit kann man dann mit diesen “Fake-Spinnweben”, die man zu Halloween eigentlich überall kaufen kann verziert werden. Ansonsten kann man sich auch bei den Outfits von den Zombie-Walks inspirieren lassen. Braaains~

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nützliche Links:

Youtube: Video mit vielen Guro Lolita Bildern

Die erste GosuRori (ゴスロリ) erschien im Januar 2004 und wird bis heute vom Verlag “Boutique Sha” (ブティック社) herausgebracht. Bevor die erste GosuRori erschien gab es allerdings schon ein Schnittmuster-Mook von diesem Verlag mit dem Namen “Homemade Gothic and Lolita”, welches am 20. August 2003 erschien. Zur Zeit gibt es die Homemade Gothic and Lolita, von der es nur eine Ausgabe gibt und 13 Ausgaben der GosuRori. Um sich einen Überblick über die Schnittmuster zu erhalten, empfehl ich bei AvantGauche vorbeizusehen, die die Bilder aus den Magazinen gescannt hat (nicht die Schnittmuster!)

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Jedes Heft beinhaltet eine große Auswahl an Schnittmustern für Röcke, Jumperskirts, Kleider, Blusen aber auch Jacken, Bloomers und andere Accessoires. Generell kann gesagt werden, dass man mit 1 - 2 Ausgaben der Mooks schon eine gute Sammlung an Schnittmustern für alles mögliche zusammenhat. Und genau hier beginnt auch das Problem: Die Schnittmuster an und für sich. Denn wer sich die Tabelle zum Abmessen mal angeschaut hat, wird schnell festgestellt haben, dass die Größen (S, M, L, LL), die dort angegeben sind, keineswegs immer auf die Größen, die wir hier gewohnt sind, passen.

Von Links nach Rechts haben wir dann folgende Angaben:

バスト - Brust
ワイスト - Taille
ヒップ - Hüfte
背丈 - Rückenlänge. Das wird von Nacken bis zur Taille gemessen
腰丈 - von der Taille zur Hüfte
股上 - auf einem Stuhl sitzend misst man hier von der Taille bis zum Stuhl.
股下 - Beininnenlänge
袖丈 - Armlänge
手首回り - Armgelenkumfang
身長 - Körpergröße

(Ohne 100%ige Gewähr)

Praktisch ist an der ganzen Sache, dass die Angaben in Zentimeter sind; man erspart sich so also anders als bei amerikanischen Schnittmustern die ganze Umrechnerei. Sprich: man misst sich ab und guckt dann in der Tabelle, bei welcher Größe man sich befindet. Auffällig ist aber schnell, dass - zum einen - die Schnittmuster nur bis zu einer maximalen Körpergröße von 164 gehen, zum anderen wird man spätestens beim Abmessen und Vergleichen bemerken, dass man teilweise zwischen den Größen schwankt - wenn nicht sogar teilweise zwischen Größen, die etwas weiter auseinander liegen - S und L zum Beispiel.

Wenn man aber weiß, dass man zum Beispiel bei der Hüfte ein L braucht, bei der Taille aber ein S - M reichen würde, dann kann man sich die Schnittmuster ein wenig anpassen. Wenn man größer als 164 ist, kann ich aus eigener Erfahrung empfehlen, den Rockteil zu verlängern, denn meistens ist es dieser, der dann zu kurz ausfällt (Selbstverständlich ohne Gewähr). Generell ist es aber sehr empfehlenswert zuerst ein Probestück anzufertigen, denn dann weiß man meistens genau, wo etwas zu viel oder zu wenig, zu kurz, zu lang oder, oder, oder… ist.

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Nützliche Links:

AvantGauche - GosuRori Scans
Lolita-Nähzirkel auf Animexx
Auflistung der Stile in den GosuRoris in der loligoth Database (Englisch)
Betty-chans “Understanding the Patterns in GosuRori” (Englisch)

Sphynx in ihrem Kuro Outfit

Sphynx in ihrem Kuro Outfit

Kuroi - oder ins deutsche übersetzt - “schwarz” ist genau das, was der Name schon sagt. Ein komplett schwarzes Outfit. Wichtig bei dem Stil ist es, dass man wirklich jedes Kleidungsstück schwarz hält - auch die Schuhe. Allerdings ist es jetzt nicht unbedingt notwendig, sich eine schwarze Perücke zuzulegen oder die Haare schwarz zu färben - so weit muss man dann doch nicht gehen.

Interessant bei Kuro Lolita ist aber, dass das schwarze nicht unbedingt Gothic-mäßig aussehen muss. Es kann auch ein sehr süßes Kuro Lolita Outfit sein, oder ein punkiges, oder oder oder…

Gerade Kuro Lolita ist ein Stil, der sich sehr gut für Anfänger eignet, da man schwarze Kleidung eigentlich immer sehr schnell und ohne Probleme finden kann - auch gibt es hier bei der Schuhfarbe meistens die geringsten Probleme. (´~`;)

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Shiroi - auf Deutsch übersetzt “weiß” - ist da das komplette Gegenteil davon. Statt komplett schwarzen Outfits werden hier komplett weiße Outfits angezogen. Gerade bei dem Stil sollte man darauf achten, dass auch die Schuhe weiß sind. Häufig hat man nämlich keine weißen Schuhe zur Hand und zieht dann andersfarbige an, was dann das komplette Outfit stört. Allerdings sind z.b. weiße Rocking Horse Schuhe (die mit der Holzsohle) vollkommen okay - auch wenn die Holzsohle nicht schneeweiß ist, so stört sie das komplettoutfit trotzdem nie.

Auch kann man Shiro Lolita sowohl im Gothic Stil, als auch im Sweet Stil oder wie mans auch immer tragen will, tragen.

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Direkt Marken für Kuro und Shiro Lolita gibt es nicht - im Prinzip kann man bei jeder Marke etwas in dem Stil finden.

Bloomers, Petticoat, Rock, Bluse, Strumpfhose, Overknees, Jäckchen, passende Tasche, Headbow oder Bonnet, Accessoires. Und die Schuhe - nicht zu vergessen. Was an kälteren Tagen eigentlich ziemlich angenehm ist, ist vor allem jetzt im Sommer riiichtig ätzend.  (‐ω‐) Deswegen hab ich hier meine Tipps aufgelistet, wie man selbst in Lolita-Kleidung den Sommer gut und halbwegs ohne Hitzeschock überstehen kann:

Sonnenschirm von Baby the Stars Shine Bright

Sonnenschirm von Baby the Stars Shine Bright

1. Sonnenschirm!

Macht euch schonmal auf sinnfreie Kommentare a’la “es regnet doch gar nicht” gefasst.  (‐ω‐) Wenn man aber darüber hinwegsehen kann, sind Sonnenschirme echt wunderbar. Wichtig ist nur, dass sie die Sonne auch wirklich “abhalten” - die ganz durchsichtigen Spitzensonnenschirme bringen dabei leider reichlich wenig. Dafür kann ich euch garantieren, weiß sicher jede Lolita, die einen Sonnenschirm im Sommer bei sich hat, den auch zu schätzen. (✪ฺܫ✪ฺ)

2. Statt der Bluse ein Cutsew - oder gleich ein Top.

Cutsews sind meistens aus T-Shirt (ähnlichem?) Material gemacht und im Sommer so wirklich angenehmer zu tragen. Zu dem gibt es sie sowohl in schlicht - also ohne viel Krimskrams dran, als auch wirklich aufgerüscht mit Schleifchen und “haste-net-gesehen”. (^ω^*)
Außerdem ist es auch interessant ein bisschen auf das Material zu gucken, aus dem das jeweilige Oberteil gemacht ist. Viele Marken stellen ihre Sommersachen aus leichteren Materialien her, als die Wintersachen. Und abgesehen davon ist jeder, der im Sommer mit nem Samtkleid rausgeht dann doch irgendwie selbst schuld.
Was auch noch eine Möglichkeit ist, sind Tops. Viele Marken bringen im Sommer Tops raus. Die machen zwar jedes Outfit schnellmal zu einem Casual-Outfit, sind aber im Sommer ein Traum. Besonders bei Putumayo findet man immer eine schicke Auswahl an verschiedensten Tops für einen eigentlich annehmbaren Preis. \(^ε^*)/

3. Ein Jumperskirt braucht nicht zwingend eine Bluse

Bei Jumperskirts kann man durchaus die Bluse einfach weglassen und nur den JSK tragen. Ist zwar meistens Geschmacksfrage und leider auch häufig ein wenig umstritten, aber prinzipiell nur zu empfehlen. (・_・、)

4. Ankle-Socks statt Overknees

Ankle-Socken sind einfach Socken, die statt bis zu den Knieen hoch bereits beim Fußknöchel enden. Viele Marken bieten die auch mit Rüschen drauf an, aber man findet solche Socken auch gernmal im Sommer bei H&M. Man sollte hierbei nur beachten, dass die Socken das Bein optisch gernmal verkürzen.  (・_・、) Wenns also zu doof aussieht, sollte man davon absehen und stattdessen die Socken einfach ganz weglassen.

5. Wasser!

(*^ ・^)ノ⌒☆ Gerade im Sommer ist es besonders auf Meetups total wichtig, immer eine Flasche Wasser dabeizuhaben. Ganz ehrlich, nichts ist schlimmer, als wie wenn man auf nem Meetup auf einmal Kopfschmerzen bekommt, weil man merkt, dass man zu wenig getrunken hat! (Ich sprech da aus Eigenerfahrung vom Dolls Garden im April diesen Jahres… uuaaarrgh.) (’A`;;;)

Haaraccessoires von Victorian Maiden

Haaraccessoires von Victorian Maiden

6. Andere Kopfbedeckung. Und Haare ausm Nacken.

So schick Bonnets auch sein mögen, im Sommer können sie teilweise echt unangenehm werden. Stattdessen würd ich die “großen” Kopfbedeckungen weglassen und nur zu etwas kleinem greifen. Haarreifen mit kleinen Schleifen, Haarspangen oder sich einfach Blumen-Haarklammern in die Haare zu machen! Victorian Maiden hat da immer richtig wunderschöne Sachen~! Außerdem kann ich nur empfehlen, die Haare hochzustecken. Es lebt sich gleich vieeel~ angenehmer, wenn der Nacken frei ist.  (^ω^)
Auch eine schöne alternative sind Mini-Tophats oder ganz einfach: Sonnenhüte. Ein Sonnenhut ist meistens aus angenehm luftdurchlässigen Material gemacht, und trägt sich im Sommer wirklich angenehm. Gibts auch alle Jahre bei H&M und das Verzieren von den Hüten macht echt Spaß ohne Ende! (✪ฺܫ✪ฺ)

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(den Baby the Stars Shine Bright Schirm gibts hier, die Haaraccessoires von Victorian Maiden gibts hier)